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Bei der Anfahrt hat es noch leicht geregnet, als sich wieder ein Bus voll mit Kremser Mitbürgern auf den Weg "ins Blaue" machte. Doch als Eckernförde, das erste Ziel der Ausfahrt erreicht war, schien bereits die Sonne und begleitete uns den ganzen Tag lang.

Ein Spaziergang durch die Gassen der Altstadt, vorbei an vielen mit Rosen und Stockrosen geschmückten Häusern führte uns in die Gudewerdtstraße und dort in die Museumsräucherei. Hier berichteten uns Frau Mahrt und ihre Kollegen vom Förderverein, wie die Räucherei erhalten und wieder hergerichtet werden konnte. Dabei wurde uns klar, welche Mühen, Zeit und Geld es gekostet hat, alles wieder in Stand zu setzen. Noch heute und bis weit in die Zukunft hinein wird weiterhin viel Einsatz benötigt, damit auch die noch ausstehenden Arbeiten bewältigt werden können.

Nach vielen Informationen und der Besichtigung aller Räume und der Außenanlagen wurde uns dann das Ergebnis der Bemühungen präsentiert : Wir konnten hier geräucherte echte Eckernförder Sprotten kosten und lernten, wie man sie fachgerecht zum Verspeisen vorbereitet. Das war natürlich ein großer Spaß, klappte nicht immer und die Dame mit den Tüchern zur Reinigung der Finger erfreute sich äußerster Beliebtheit!

Anschließend setzten wir unseren Weg durch die Altstadtgassen fort bis hin zum Hafen. Hier konnte sich jeder nach Belieben umsehen oder den durch die Sprotten geweckten Appetit mit Fischbrötchen oder Eis stillen.

Vor der Weiterfahrt musste noch ein kleiner unfreiwilliger Gang am Hafen entlang eingelegt werden, weil der Bus durch den Aufbau für einen Flohmarkt nicht durchkam und wir ihn erst an der Hauptstraße wieder besteigen konnten. Da haben die Senioren aus Krems mal wieder allen bewiesen, wie fit sie die gute Landluft gemacht hat!

Nach einer Fahrt durch schöne Landschaft erreichten wir das Ziel für die Kaffeetafel. Sozusagen im "Nirgendwo" liegt der Bauernhof Eiderhufe einsam zwischen Feldern und Wiesen, nicht weit vom Nordostsee-Kanal. Der Tisch war bereits schön für uns gedeckt und sogleich wurden Kaffee und köstliche Torte aufgetragen. Der Hausherr erzählte launig vom Werdegang seiner Familie seit Anno Dazumal bis heute, wo sich das Leben zwischen Schleswig-Holstein und Südafrika abspielt, denn von diesem anderen Ende der Welt stammt seine Frau.

Und dann gab es auf dem Hof noch allerhand zu besichtigen und zu entdecken, die Sonne auf einer Bank zu genießen und Herrn Mohr nach all seinen Aktivitäten auf diesem schönen alten Anwesen zu befragen.

Voller Eindrücke bestiegen wir wieder den Bus, um uns auf die Heimfahrt zu machen. Diese wurde allerdings nach alter Tradition noch einmal unterbrochen, um ein Glas Sekt zur Abrundung des erlebnisreichen Tages einzunehmen. Dafür hielt der Bus zu guter Letzt im Ort Perdöl auf dem Vorplatz zur Einfahrt ins Gut. Schnell war eine kleine Sekt- und Saftbar hergerichtet und man konnte bei einem Plausch den Tag noch einmal Revue passieren lassen.

Wieder in Krems II angekommen, verabschiedeten  sich alle fröhlich voneinander und trugen ihre Tütchen nach Hause, aus denen sie die Informationen über den Tag noch einmal nachlesen und dazu einige Bonschers aus der Bonbonkocherei in Eckernförde lutschen konnten.

Auf Wiedersehen beim Kaffeenachmittag im Herbst, darauf freuen wir vom Kulturausschuss uns schon!

Helena Juethe
für den KA Krems II